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Recycling-ABC » Klärschlamm

Klärschlamm

In den kommunalen Abwasserreinigungsanlagen (ARA) der Schweiz fallen jährlich etwa 4 Millionen Tonnen flüssiger Klärschlamm mit einem Trockensubstanzgehalt (TS) von rund 200'000 Tonnen an. Als Klärschlamm bezeichnet man den ausgefaulten oder auf andere Art stabilisierten Schlamm aus ARAs.

Klärschlamm enthält neben Nährstoffen wie Phosphor, Stickstoff sowie organischen Stoffen viele unerwünschte Substanzen wie Schwermetalle, organische Schadstoffe und Mikroverunreinigungen (z.B. Medikamentenrückstände, Hormone) und Krankheitserreger.

Für Klärschlamm gilt aus Risikogründen seit dem 1. Oktober 2006 ein bundesweites Verwendungsverbot in der landwirtschaftlichen Nutzung. Statt der direkten Verwertung in der Landwirtschaft muss er nun fachgerecht entsorgt werden; in Anlagen zur Schlammverbrennung, in Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) oder nach vorgeschalteter Trocknung als Zusatzbrennstoffe in Zementwerken.

Die Gemeinden sind für die Entsorgung von Klärschlamm zuständig.